April 2017

Wir basteln uns einen Trojaner

 

Cyberkriminalität ist zu einem lukrativen Geschäftsmodell geworden. Besonders oft in den Medien waren in den letzten Monaten die sogenannten Erpressungstrojaner. Dabei handelt es sich um eine bösartige Software, die alle in ihrer Reichweite liegenden Dateien auf einem Computer verschlüsselt. Die Entschlüsselung erfolgt – wenn überhaupt – nur gegen Bezahlung eines deftigen Lösegeldes.  Mann mit qualmendem Notebook
Diese Masche ist nicht neu. Neu ist aber, dass eine Gruppe Cyberkrimineller nun  Erpressungstrojaner zum Selberbauen anbietet. Ein "Kunde" dieser Gruppe kann das im Darknet bequem selbst bewerkstelligen,  getreu dem Motto "wir basteln uns einen Trojaner".

Zu diesem Zweck nutzt er eine von der Gruppe bereit gestellte Entwicklungsplattform und modelliert die Schadsoftware nach seinen eigenen Vorstellungen. Programmierkenntnisse sind dazu noch nicht einmal erforderlich. Anschließend muss er "seinen" Trojaner nur noch auf die Opfer loslassen und kann dann abkassieren.
30% des Erlöses geht an die cyberkriminelle Gruppe. Bezahlt wird in der Internetwährung Bitcoin.  

Die Geschäftsbeziehungen und Geldflüsse im Darknet sind von Polizei und Diensten nur schwer oder gar nicht kontrollierbar. Es entstehen täglich hunderte neuer Schadprogramme. Antiviren-Hersteller können mit dem Update ihrer Antivirus-Bibliotheken ebenfalls nicht mehr Schritt halten.

Die Verbreitung dieser Schadsoftware erfolgt bevorzugt über Anhänge von Emails.

Admins und Anwender! Seine Sie also vorsichtig. Es gelten die üblichen Maßnahmen der Informationssicherheit. Wollen Sie prüfen, ob Ihr Unternehmen gut aufgestellt ist? Dann nehmen Sie sich einmal 10 Minuten Zeit für den Selbsttest von Wolf-IT-Architekt.

 

2017 von Michael Wolf (Kommentare: 0)